On the Subject of the Ready-Made

or Using a Rembrandt as an Ironing Board
Arbeiten aus der Daimler Art Collection ausgewählt von Bethan Huws anlässlich 100 Jahre Ready-made


bis 14. Mai 2017
Daimler Contemporary Berlin
Duchamp as Curator

Für die Ausstellung ›On the Subject of the Ready-Made‹ konzipiert Bethan Huws ein ortsbezogenes Projekt mit exemplarischen Arbeiten aus der Daimler Art Collection. Das kuratorische Konzept von Bethan Huws setzt an bei der kombinatorischen Praxis, der inhärenten Logik und dem analytischen Anspielungsreichtum des Duchamp’schen Denkens. Sie überführt dieses in die visuelle Präsenz überraschender, wechselweise sich kommentierender Nachbarschaften von Werken aus einhundert Jahren Kunstgeschichte. Der Titel der Ausstellung spielt an auf das berühmte Diktum Lautréamonts ›Schön wie die Begegnung einer Nähmaschine mit einem Regenschirm auf einem Seziertisch‹ (1874), welches zur programmatischen Losung des Surrealismus wurde und zugleich eine sprachliche Vorwegnahme des Ready-made darstellt.

Symposium „Duchamp as Curator“

 

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Künstler

Termine

  • Samstag 26. November 2016
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    Führung durch die Ausstellung - Die Daimler Art Collection als Ready-made
    Das Ready-made – eine einfache Geste mit großen Folgen, für seinen Erfinder Marcel Duchamp wie für die bildende Kunst überhaupt. 100 Jahre nach der ersten schriftlichen Erwähnung (in einem Brief Duchamps an seine Schwester) stellt Bethan Huws das Ready-made ins Zentrum ihrer künstlerischen Recherche. Dazu arrangiert die walisische Künstlerin die Sammlungsbestände der Daimler Art Collection nach eigenen Gesichtspunkten neu, verwandelt die Werke gleichsam in Ready-mades, in Bausteine einer neuen Arbeit und fügt sie in ein Netz von Bezügen. Die Führung versucht die vielfältigen Einlassungen in das Duchamp’sche Konzept freizulegen.
  • Samstag 17. Dezember 2016
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    Führung durch die Ausstellung - »...ein bisschen wie Götterspeise«. The Artist as (Co-)Curator
    Seit den frühen 1990er-Jahren setzt sich die Waliser Künstlerin Bethan Huws immer wieder konzeptuell mit der Praxis des Kuratierens auseinander. In diesem Kontext steht auch die aktuelle Ausstellung ›On the Subject of the Ready-Made or Using a Rembrandt as an Ironing Board‹ im Daimler Contemporary. Huws präsentiert keine eigenen Arbeiten, sondern stellt mit ›kuratorischem Gestus‹ von ihr ausgewählte Werke der Daimler Art Collection aus und befragt damit die Grenzen des Kunstwerks, aber auch der Institution ›Show Room‹ bzw. ›Museum‹. In der Führung soll dieser Verschränkung künstlerisch-konzeptueller und kuratorischer Praxis nachgespürt werden.
  • Samstag 7. Januar 2017
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    Führung durch die Ausstellung - Kuratorisches Konzept
    Der Titel der Ausstellung – ein Duchamp-Zitat – spielt an auf das berühmte Diktum Lautréamonts aus Les Chants de Maldoror (publiziert 1874) ›Schön wie die Begegnung einer Nähmaschine mit einem Regenschirm auf einem Seziertisch‹, welches zur programmatischen Losung des Surrealismus wurde. Mittels dieser kombinatorischen Praxis überführt Bethan Huws 130 Werke der Daimler Art Collection in überraschende, wechselweise sich kommentierende Nachbarschaften. Die Führung sucht die Themen, Motive und Logik des Duchamp’schen Denkens zu konturieren, auf die Bethan Huws sich bezieht.
  • Samstag 4. Februar 2017
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    Führung durch die Ausstellung - Nachbarschaften der Werke
    Bethan Huws’ Gruppierungen von 130 Werken aus der Daimler Art Collection visualisieren unterschiedlichste Aspekte des Werkes von Marcel Duchamp. Sie thematisieren beispielsweise die für Duchamps Konzeption des Ready-made essentielle Funktion der ›Hand‹, gehen auf die Bedeutung von Multiplikation, Serialisierung und historischem Buchdruck ein, fokussieren die das Werk Duchamps durchziehende Farbsymbolik. Die Führung geht diesen und anderen von Huws’ gefundenen visuellen Referenzen in den Werken der Daimler Art Collection nach.
  • Samstag 18. Februar 2017
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    Führung durch die Ausstellung - Nach dem Ready-made ist vor dem Ready-made. Überlegungen zum Ready-made-Begriff von Bethan Huws
    Das Ready-made (das ›Bereits-Fertige‹), wie Marcel Duchamp (1887–1968) es verstand, bezeichnete die Entfunktionalisierung und Überführung eines vorfabrizierten Alltagsgegenstands in den künstlerischen Kontext. Bethan Huws Ready-made-Begriff hingegen ist weiter gefasst: Sie begreift hierunter die historische, kulturelle und/oder textuelle Dekontextualisierung von Objekten, Texten und Bildern – mit dem Ziel, neue Bedeutungszusammenhänge oder ›Lektüren‹ zu generieren. In Auseinandersetzung mit der aktuellen Ausstellung lädt die Führung dazu ein, sich näher auf das Ready-made-Konzept von Bethan Huws einzulassen.
  • Donnerstag 9. März 2017
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    Daimler Contemporary Berlin
    Künstlergespräch: Bethan Huws im Dialog mit Renate Wiehager
    Im Rahmen unserer aktuellen Ausstellung “On the Subject of the Ready-Made or Using a Rembrandt as an Ironing Board” diskutieren die Kuratorinnen Renate Wiehager, Leiterin der Daimler Art Collection, und Bethan Huws, walisische Konzeptkünstlerin, ihr gemeinsames Ausstellungskonzept sowie Bethan Huws' künstlerische Arbeit.
  • Samstag 11. März 2017
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    Führung durch die Ausstellung - Linguistische Konstruktionen
    Der differenzierte Einsatz von Sprache ist für die walisische Künstlerin Bethan Huws Ausgangspunkt einer dynamischen Qualität des Denkens, des Interpretierens und der Befragung von Kunst als Herstellung von Bedeutung. Der Fokus der Führung liegt auf Huws’ etymologischen und linguistischen Recherchen, die den analytischen Anspielungsreichtum des Duchamp’schen Denkens nachvollziehbar machen. Dabei geht es Huws nie allein um eine kunstinterne Auseinandersetzung mit Duchamp, sondern um sinnlich-gedankliche Anregungen, die auch Erinnertes, Emotion und Witz miteinschließen können.
  • Samstag 1. April 2017
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    Führung durch die Ausstellung - »Schön wie die Begegnung einer Nähmaschine mit einem Regenschirm auf einem Seziertisch«. Bethan Huws im Dialog mit Marcel Duchamp
    Die Auseinandersetzung mit Marcel Duchamp, dem Erfinder des Ready-made, stellt eine zentrale Thematik im Werk der Konzeptkünstlerin Bethan Huws dar. Erinnert sei an ihre ›Übersetzung‹ von Duchamps Gemälde Nu descendant un escalier (1912), das sie 2004 in ein ›Sprachbild‹ überführte, oder an ihre Research Notes (2007–14), in denen sie künstlerische und theoretische Äußerungen Duchamps analysierte und mit eigenen Gedanken verknüpfte. Die Führung geht den kreativen Bezugnahmen zum Werk von Marcel Duchamp nach, wie sie die zur Generation der Young British Artist zählende Bethan Huws verfolgt, und fragt nach der Bedeutung von Duchamps Kunstbegriff für das kuratorische Konzept der Künstlerin.
  • Samstag 22. April 2017
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    Führung durch die Ausstellung - Translationen – Transkriptionen – Transfiguration
    Bethan Huws’ Neuordnung der Daimler Art Collection eröffnet neue Lesarten, die die üblichen kunstwissenschaftlichen Klassifikationen aufkündigen. Das Konzept des Ready-made wird hier zur kuratorischen Praxis. Huws geht es nicht mehr – entsprechend dem ursprünglichen Verständnis des Ready-made – um das Herauslösen eines vorfabrizierten Alltagsgegenstandes aus seinem Umfeld und die Übersetzung in den Kontext Kunst, sondern um eine Dislokation von kulturellen und historischen Kontexten. Die Führung fokussiert die diversen Translationen, Transkriptionen, Transfiguration.
  • Samstag 13. Mai 2017
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    Führung durch die Ausstellung - Re-Lektüren. Sprache, (Bild-)Sprachlichkeit und die Frage nach dem Ready-made
    Ausgehend vom Ready-made-Begriff Bethan Huws beleuchtet die Führung zentrale Begrifflichkeiten im Oeuvre der Künstlerin sowie der aktuellen, von ihr co-kuratierten Ausstellung im Daimler Contemporary. Zentrale Themenfelder sind Sprache & (Bild-) Sprachlichkeit, Materialität & Medialität, (künstlerische) Form & (ästhetische) Differenz sowie Prozesshaftigkeit & (In-)Stabilität von Identität. So soll das Konzept des Ready-made einer ›Relektüre‹ in der zeitgenössischen Kunstpraxis unterzogen werden.

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