Sound on the 4th Floor

Compiled and arranged by Gerwald Rockenschaub
Videos, Audio- und Soundarbeiten, Soundskulpturen, Bilder, Grafiken

bis 2. Februar 2020
Eröffnung: Samstag, 6. Juli 2019, 15 bis 18 Uhr
Daimler Contemporary Berlin

Sound, Klang, Musik, Rhythmus sind allgegenwärtig in der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Die Vertreterinnen und Vertreter von Bauhaus und Klassischer Moderne (Albers, Arp u.a.) konzipieren Bildserien entsprechend musikalischer Formprinzipien mit Thema und Variation („Die Musik verhält sich wie ein Taktgeber für die Form und Wirkung meiner Bilder“, Josef Albers) oder begleiten ihre bildnerischen Entwürfe mit Lautgedichten und instrumentalen Choreografien. In der Konkreten und konstruktiven Kunst (Fleischmann, Fruhtrunk, Graeser, Loewensberg u.a.) finden sich formale Inspirationen, die den musikalischen Variationen der Fuge, dem Konzept der Kontrapunktik oder den Akkordkombinationen des Jazz eine visuelle Übersetzung geben. Vergleichbare musikalische Referenzen finden sich in der Kunst des Neo Geo der 1980er-Jahre (Rockenschaub), während zeitgleich andere Künstler Ausschnitte musikalischer Partituren unmittelbar motivisch in ihre Bilder einbinden (Mields). In der multimedialen Kunst seit etwa 1990 ist musikalisches Material in vielfältiger Weise präsent: Collagen mit Plattencovern (Czech), Videos auf der Basis von Soundelementen aus dem Alltag oder aber begleitet von Auftragskompositionen (von Fleury, Signer und Zobernig um 1990 bis Chan-Kyong, 2015), Skulpturen, die die Formen musikalischer Instrumente oder Orte von Sprache variieren (Afif, Boyce, Moorman, Veilhan), schließlich computergenerierte Beats, Töne und Frequenzen, die visuelle Bildfolgen auditiv unterlegen oder rein abstrakt umsetzen und so die Imagination der Betrachtenden ansprechen.

Kuratoren der Daimler Art Collection:
Renate Wiehager

mit Nadine Henrich und Sarah Maske

Hören Sie Gerwald Rockenschaub im Gespräch über die Ausstellung im rbb Kulturradio

 

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Künstler

Termine

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    Daimler Contemporary
    Führung durch die Ausstellung - Komposition in Musik und Kunst
    Josef Albers, John Armleder, Camille Graeser, Rune Mields, Park Chan-kyong

    Der Begriff der Komposition stellt nicht nur für die Musik eine bedeutende Grundlage dar. In der bildenden Kunst ist Komposition verbunden mit Aufbau und Struktur, Perspektive und Symmetrie – Begrifflichkeiten, die mit unterschiedlicher Gewichtung ebenso für die Musik relevant sind. Musikalische Komposition meint das »in Noten fixierte [und vervielfältigte] musikalische Werk«, abstrakter und allgemeiner gefasst eine »nach bestimmten Gesichtspunkten erfolgte kunstvolle Gestaltung, Zusammenstellung«. Die Führung widmet sich Komposition als künstlerischem Prinzip am Beispiel von Werken aus der abstrakten und gegenständlichen Malerei sowie der Videokunst.
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    Daimler Contemporary
    Führung durch die Ausstellung -Strategien akustischer Immersion in der zeitgenössischen Kunst
    Ma Qiusha, Lerato Shadi, Heimo Zobernig, Alicja Kwade, Sylvie Fleury
    In der zeitgenössischen Kunst findet sich bereits seit den 1960er-Jahren ein gesteigertes Interesse an Umgangsweisen mit und Erfahrungsformen von Immersion. Um die Grenze zwischen Werk und Rezipientinnen und Rezipient aufzulösen sind Geräusche ein effektives, vielseitiges künstlerisches Instrument, das ein ›Eintauchen‹ auch im Sinne einer physischen Wahrnehmung fiktiver Räume ermöglicht, indem akustisch Immersionseffekte evoziert werden. Am Beispiel u.a. der Videoarbeiten der chinesischen Künstlerin Ma Qiusha und den Performances der südafrikanischen Künstlerin Lerato Shadi, in denen Geräusche und Körper(zustände) miteinander in Beziehung gesetzt werden, befasst sich die Führung mit den Potenzialen akustischer Immersion.
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    Daimler Contemporary
    Führung durch die Ausstellung - Worte von Mund zu Abgrund
    Hans/Jean Arp, Timm Ulrichs, Brian O’Doherty, Martin Boyce, Peter Roehr

    Die Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts interessieren sich in besonderem Maße für Arrangements, mit denen die Grenzen zwischen Sprachlichem, Klanglichem und Visuellem überschritten werden. Die Führung befasst sich mit Formen einer intermedialen Annäherung der Lyrik an die Musik im Werk von Hans/Jean Arp, dessen assoziatives Spiel mit sprachlicher Mehrdeutigkeit eine bildliche Entsprechung in den Collagen, Reliefs und Plastiken findet. Die Aufhebung der strikten Trennung der verschiedenen Disziplinen, zwischen bildender Kunst, Dichtung, Theater und Musik und die Einbeziehung außerkünstlerischer Materialen inspirierte auch den Künstler und Kritiker Brian O’Doherty, An dessen bedeutender Aspen Box sowie weiteren künstlerischen Positionen diskutiert die Führung Werke, in denen sich die Überwindung intermedialer Grenzen manifestiert.
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    Daimler Contemporary
    Führung durch die Ausstellung - Sound art: Strukturieren, Zerstreuen, Mischen
    Gerwald Rockenschaub (Tracks & Graphik), Guan Xiao, Zhen Xu, Takehito Koganezawa

    Sound als Ordnungsprinzip oder Strategie des Adaptierens, Strukturierens und Mischens ist in dieser Ausstellung in ganz unterschiedlichen Formen präsent. Die chinesische Künstlerin Guan Xiao sammelte Bilder aus dem Netz und kombinierte sie als Readymade-Material neu. Dabei setzt sie den Sound als strukturierendes Moment ein für die Ordnung des visuellen Materials. Die langsamen Haltungswechsel der Körperpositionen im Video von Zhen Xu werden begleitet von sphärischen Klängen. Takehito Koganezawa konzipierte eine dem Zufallsprinzip folgende Klang-Collage als Ordnungsprinzip seiner Videoarbeit: 99 Tonmontagen, die auf 15 Sekunden geschnitten sind und nach dem Zufallsprinzip des Abspielgerätes gesteuert werden, sind den Videobildern einer leeren Berliner Plattenbauwohnung unterlegt. Gerwald Rockenschaub hat Tracks für die von ihm gestaltete Ausstellung komponiert, die er als möglichen Soundtrack anbietet und damit einlädt, die Wahrnehmung der Exponate zu transformieren
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    Daimler Contemporary
    Führung durch die Ausstellung - „Air to party in“ Rhythmus in Malerei und Fotografie
    John Tremblay, Andrew Tshabangu, Horst Bartnig, Adolf Fleischmann

    Das Streben, die Potenziale der Musik in die abstrakte Malerei zu überführen, hat sich in der Kunst in ganz unterschiedlichen Formen und konzeptuellen Herangehensweisen manifestiert. Die Führung zeigt am Beispiel ausgewählter Positionen wie Rhythmus, z.B. im Werk John Tremblays, Beziehungen zwischen Farbe und Form sowie Kontraste zwischen positivem und negativem Raum schafft. Formen werden in Reihen wiederholt und optische Effekte erzielt, die gleichzeitig Energie, Expansion und Bewegung erzeugen. Neben Positionen abstrakter Malerei betrachtet die Führung auch, wie Rhythmus im fotografischen Bild Bewegung und Transformation suggerieren kann.
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    Daimler Contemporary
    Führung durch die Ausstellung - Komposition in Musik und Kunst
    Josef Albers, John Armleder, Camille Graeser, Rune Mields, Park Chan-kyong

    Der Begriff der Komposition stellt nicht nur für die Musik eine bedeutende Grundlage dar. In der bildenden Kunst ist Komposition verbunden mit Aufbau und Struktur, Perspektive und Symmetrie – Begrifflichkeiten, die mit unterschiedlicher Gewichtung ebenso für die Musik relevant sind. Musikalische Komposition meint das »in Noten fixierte [und vervielfältigte] musikalische Werk«, abstrakter und allgemeiner gefasst eine »nach bestimmten Gesichtspunkten erfolgte kunstvolle Gestaltung, Zusammenstellung«. Die Führung widmet sich Komposition als künstlerischem Prinzip am Beispiel von Werken aus der abstrakten und gegenständlichen Malerei sowie der Videokunst.
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