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Skulpturen

Um 1989 erwarb Mercedes-Benz eine Gruppe von elf großen Skulpturen für das Werksgelände Stuttgart-Untertürkheim sowie für die öffentlichen Räume der Zentrale in Stuttgart-Möhringen, u.a. Hauptwerke von Walter De Maria, Norbert KrickeMax Bill, Heinz Mack oder Klaus Staudt. Dies war der Beginn einer heute rund 30 Werke umfassenden Sammlung großer Skulpturen, zum Teil Auftragsarbeiten, die nicht nur mit den verschiedenen Standorten, sondern vor allem auch mit der Identität des Unternehmens verbunden sind.

Skulpturen in Berlin

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Keith Haring, Untitled (Boxers), 1987

Parallel zum Bau des Daimler Areals Potsdamer Platz sind zwischen 1995 und 2002 acht internationale Künstlerinnen und Künstler ausgewählt worden, von denen jeweils eine existierende Skulptur erworben bzw. eine ortsbezogene Arbeit in Auftrag gegeben wurde: Die Skulpturen von Keith Haring, Robert Rauschenberg, Mark di Suvero, Nam June Paik, Jean Tinguely, François Morellet, Frank Stella und Auke de Vries setzten lange im Zentrum Berlins einen viel beachteten urbanen Akzent. Mit der Veräußerung des Areals im Jahr 2008 und der Umnutzung der Flächen durch neue Mieter hat die Daimler Art Collection einige Skulpturen temporär eingelagert bzw. an neue Standorte überführt. Doch noch immer begrüßen am Potsdamer Platz Keith Harings Boxer Ankommende wie Vorbeifahrende: Die sportlich-aggressive Gestik der Figuren ist auch als Umarmung zu lesen. Im Jahr 2018 hat die Sammlung die Skulptur aufwendig reinigen und restaurieren lassen, wodurch sie wieder in ihrer originalen Farbigkeit erstrahlt. In monumentaler Größe und mit weit ausgreifender Energie setzt Mark di Suveros Galileo im Wasserbecken am Musical-Gebäude einen eigenwilligen Akzent.

 

 

 

Skulpturen in Stuttgart Möhringen

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Walther de Maria, Five Continents Sculpture, 1987/88

Obwohl die neun Großskulpturen für die Mitte der 1980er Jahre konzipierte, ehemalige Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen stärker einer konstruktiven und minimalistischen Bildsprache verbunden sind, dominiert insgesamt das Ineinander von Natur und Technik. Walter De Marias weiße Steine aus fünf Kontinenten komprimieren in sich ein Stück Erdgeschichte; die Metallskulpturen von George Rickey und Norbert Kricke machen Zeit und Bewegung als natürliche Parameter unserer Existenz anschaulich; Max Bills bildsäulen – dreiergruppe von 1989 verband bis zu ihrer Umsetzung nach Untertürkheim 2006 den Himmel mit der großen ›Piazza‹, die von Bill im Dialog mit den Architekten des Daimler Standortes Möhringen (die Düsseldorfer Architektengemeinschaft BHLM, Beucker, Haider, Langhammer, Maschlanka) gestaltet wurde.

Skulpturen in Stuttgart – Untertürkheim

Zehntausend Mitarbeiter gehen täglich an der 1989 aufgestellten, großen Skulptur Tag und Nacht von Bernhard Heiliger im Werk Stuttgart-Untertürkheim vorüber, Millionen von Besuchern aus aller Welt sind bis 2006 um das Werk aus patiniertem Eisen herum in das Mercedes-Benz Museum an seinem alten Standort flaniert. Die Skulptur verbindet geometrisch-technische Formensprache und naturhafte Momente und vermittelt dem baulich heterogenen Werksgelände eine künstlerisch definierte Mitte. Naturhaft-erzählerische Assoziationen bestimmen auch die monumentale Bronzeskulptur Taurus (Early Forms) von Tony Cragg, die molekulare und geologische Grundelemente in die Form eines gewindeähnlichen Körpers bindet. Die Granitskulptur von Ulrich Rückriem scheint selbsttätig wie ein Baum in seinem natürlich Umfeld  gewachsen zu sein. 2018 wurde das Ensemble durch zwei weitere Werke ergänzt: Die dynamisch-bewegte Skulptur von Frank Stella und die geometrischen, ringförmig ineinander greifenden Stahlelemente von Nigel Halls Big River verbinden nun die hoch aufragende, vertikale Baustruktur des neuen Vorstandsgebäudes in Untertürkheim mit den horizontalen Bewegungen von Menschen und Fahrzeugen.

Skulpturen in der Mercedes-Benz Welt Stuttgart

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Franz Erhard Walther, Wortfeld, 2005

Vor den Toren des Werkes Untertürkheim und im fußläufigen Bereich zum 2005 eröffneten Mercedes-Benz Museum prägen die 42 Meter bzw. 32 Meter hohen Stelen-Skulpturen von Heinz Mack und Max Bill ihr urbanes Umfeld. Sie bildeten den Auftakt einer spezifisch für den Ort entwickelten Konzeption von acht Kunstwerken. Als Auftragsarbeit für den Eingangsbereich des Mercedes-Benz Museums Stuttgart, ein Entwurf von UN studio van berkel & bos aus Amsterdam, ist Franz Erhard Walthers Wandarbeit Wortfeld entstanden. Im Inneren folgen das große Relief combillation und eine Möbiusband-Skulptur Bills, ein monumentales Fotopanorama Walter Niedermayrs sowie Wandmalereien von Jan van der Ploeg und Stéphane Dafflon.

Skulpturen in Sindelfingen

Für das weiträumige Gelände des Daimler Werkes Sindelfingen bei Stuttgart, wo die Endmontage vieler Fahrzeugtypen stattfindet, konnten seit Mitte der 1990er-Jahre große Arbeiten erworben werden, die an verschiedenen Punkten die offene architektonische Struktur ästhetisch bündeln. Die luftige, raumbildende Skulptur von Norbert Kricke steht wie ein Naturdenkmal im freien Außenraum; Gerold Millers Wandbild Plan 3 für das 2002 eingeweihte Center of Excellence (ursprünglich Maybach) vermag die Anfänge und die Geschichte der Daimler Art Collection, ihre Artikulation der wesentlichen abstrakten Strömungen der Moderne, in das 21. Jahrhundert zu überführen. Julian Schnabels Bronzeskulptur Queequeq, 2010, leitet ihren Namen von der Figur des Harpuniers aus Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ (1854) ab. Die Skulptur zeigt gleichsam kopfstehend die Schwanzflosse des legendären weißen Wals.

Werke

Walter de Maria
5 Kontinente Skulptur, 1989
Marmor, Quarz, Magnesit in Glas-Stahl-Konstruktion
Max Bill
bildsäulen-dreiergruppe, 1989
Email auf Stahl
George Rickey
Two Lines excentric jointed with six angles, 1987
Rostfreier Stahl
Jean Tinguely
Méta-Maxi, 1986
Eisen, Holz, diverse Gegenstände, Motor

Publikationen

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