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Skulpturen

Um 1989 erwarb Mercedes-Benz eine Gruppe von elf großen Skulpturen für das Werksgelände Stuttgart-Untertürkheim sowie für die öffentlichen Räume der Zentrale in Stuttgart-Möhringen, u.a. Hauptwerke von Walter De Maria, Norbert Kricke oder Klaus Staudt. Dies war der Beginn einer heute rund 30 Werke umfassenden Sammlung großer Skulpturen, zum Teil Auftragsarbeiten, die nicht nur mit den verschiedenen Standorten, sondern vor allem auch mit der Identität des Unternehmens verbunden sind.

Skulpturen in Berlin

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Keith Haring, Untitled (Boxers), 1987

Parallel zum Bau des Daimler Areals Potsdamer Platz sind zwischen 1995 und 2002 acht internationale Künstler ausgewählt worden, von denen jeweils eine existierende Skulptur erworben bzw. eine ortsbezogene Arbeit in Auftrag gegeben wurde. Für den Potsdamer Platz wurden sechs große Skulpturen internationaler Künstler erworben, die nun im Zentrum Berlins einen viel beachteten urbanen Akzent setzen: Keith Harings Boxer begrüßen Ankommende wie Vorbeifahrende: Die sportlich-aggressive Gestik der Figuren ist auch als Umarmung zu lesen. Eine nicht weniger magische Gegenwelt zu den perfekten Fassaden am Potsdamer Platz, den Autos und Auslagen verkörpern die nachts bunt leuchtenden riding bikes von Robert Rauschenberg. In monumentaler Größe und mit weit ausgreifender Energie setzt Mark di Suveros Galileo im Wasserbecken am Musical-Gebäude einen eigenwilligen Akzent. In das große Atrium des früheren Daimler Financial Services-Gebäudes werden die Flaneure durch Nam June Paiks über Säule und Decke wuchernde Videoarbeit gelockt. Im Inneren begegnet man Jean Tinguelys Méta Maxi, eine der größten Arbeiten in der Sammlung und ein Hauptwerk des Künstlers, die 2014/2015 einen neuen Aufstellungsort im Raum Stuttgart finden  wird. François Morellets Neon-Raumzeichnung Light Blue zaubert einen blauen Regenbogen in den Innenhof des von Renzo Piano gestalteten Atriums. Auch Frank Stellas dynamisch bewegte Arbeit figuriert in sich die innovative Energie des historischen Platzes im Zentrum Berlins. Im Herbst 2002 ›landete‹ auf den Dächern des Daimler Areals Potsdamer Platz Berlin eine luftig-fröhliche Skulptur, die visuell einer Kreuzung aus mobiler Raumkapsel und Vogelhäuschen gleicht. Zwölf Meter hoch in den Berliner Himmel reckt sich keck die Fahne der farbigen Raumkapsel Gelandet, die der niederländische Bildhauer Auke de Vries – als Abschluss des Skulpturenensembles – für den Potsdamer Platz konzipiert hat.

Skulpturen in Stuttgart Möhringen

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Walther de Maria, Five Continents Sculpture, 1987/88

Obwohl die neun Großskulpturen für die Mitte der 1980er Jahre konzipierte, ehemalige Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen stärker einer konstruktiven und minimalistischen Bildsprache verbunden sind, dominiert insgesamt das Ineinander von Natur und Technik. Walter De Marias weiße Steine aus fünf Kontinenten komprimieren in sich ein Stück Erdgeschichte; die Metallskulpturen von George Rickey und Norbert Kricke machen Zeit und Bewegung als natürliche Parameter unserer Existenz anschaulich; Max Bills bildsäulen – dreiergruppe von 1989 verband bis zu ihrer Umsetzung nach Untertürkheim 2006 den Himmel mit der großen ›Piazza‹, die von Bill im Dialog mit den Architekten des Daimler Standortes Möhringen (die Düsseldorfer Architektengemeinschaft BHLM, Beucker, Haider, Langhammer, Maschlanka) gestaltet wurde.

Skulpturen in Stuttgart – Untertürkheim

Zehntausend Mitarbeiter gehen täglich an der 1989 aufgestellten, großen Skulptur Tag und Nacht von Bernhard Heiliger im Werk Stuttgart-Untertürkheim vorüber, Millionen von Besuchern aus aller Welt sind bis 2006 um das Werk aus patiniertem Eisen herum in das Mercedes-Benz Museum an seinem alten Standort flaniert. Die Skulptur verbindet geometrisch-technische Formensprache und naturhafte Momente und vermittelt dem baulich heterogenen Werksgelände eine künstlerisch definierte Mitte. Naturhaft-erzählerische Assoziationen bestimmen auch die monumentale Bronzeskulptur Taurus (Early Forms) von Tony Cragg, die molekulare und geologische Grundelemente in die Form eines gewindeähnlichen Körpers bindet. Die Granitskulptur von Ulrich Rückriem scheint selbsttätig wie ein Baum in seinem natürlich Umfeld  gewachsen zu sein.

Skulpturen in der Mercedes-Benz Welt Stuttgart

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Franz Erhard Walther, Wortfeld, 2005

Hierzu gehören maßgeblich die 42 Meter bzw. 32 Meter hohen Stelen-Skulpturen von Heinz Mack und Max Bill im Umfeld des 2005 eröffneten Mercedes-Benz Museums. Sie bildeten den Auftakt einer spezifisch für den Ort entwickelten Konzeption von acht Kunstwerken. Als Auftragsarbeit für den Eingangsbereich des Mercedes-Benz Museums Stuttgart, ein Entwurf von UN studio van berkel & bos aus Amsterdam, ist Franz Erhard Walthers Wandarbeit Wortfeld entstanden. Im Inneren folgen das große Relief combillation und eine Möbiusband-Skulptur Bills, ein monumentales Fotopanorama Walter Niedermayrs sowie Wandmalereien von Jan van der Ploeg und Stéphane Dafflon.

Skulpturen in Sindelfingen

Für das weiträumige Gelände des Daimler Werkes Sindelfingen bei Stuttgart, wo die Endmontage vieler Fahrzeugtypen stattfindet, konnten seit Mitte der 1990er Jahre vier große Arbeiten erworben werden, die an verschiedenen Punkten die offene architektonische Struktur ästhetisch bündeln. Die luftigen, raumbildenden Skulpturen von Nigel Hall und Norbert Kricke stehen wie Naturdenkmale im freien Außenraum; Gerold Millers Wandbild Plan 3 für das 2002 eingeweihte Center of Excellence (ursprünglich Maybach) schließlich vermag die Anfänge und die Geschichte der Daimler Art Collection, ihre Artikulation der wesentlichen abstrakten Strömungen der Moderne, in das 21. Jahrhundert zu überführen. Julian Schnabels Bronzeskulptur Queequeq, 2010, leitet ihren Namen von der Figur des Harpuniers aus Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ (1854) ab. Die Skulptur zeigt gleichsam kopfstehend die Schwanzflosse des legendären weißen Wals.

Werke

Frank Stella
Prince Frederick Arthur of Homburg, General of Cavalry, 1999
Stahl, Aluminium, Farbe auf Acrylglas
Walter de Maria
5 Kontinente Skulptur, 1989
Marmor, Quarz, Magnesit in Glas-Stahl-Konstruktion
Max Bill
bildsäulen-dreiergruppe, 1989
Email auf Stahl
George Rickey
Two Lines excentric jointed with six angles, 1987
Rostfreier Stahl
Jean Tinguely
Méta-Maxi, 1986
Eisen, Holz, diverse Gegenstände, Motor

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