Duchamp als Kurator

Marcel Duchamps kuratorische Praxis: sein Werk, zeitgenössische Ausstellungen, Museen, private Sammlungen und Publikationen

Renate Wiehager for the Daimler Art Collection, Katharina Neuburger
Snoeck Köln, 2017
380 S., Hardcover, 15 x 23 cm, Deutsch/Englisch, mit zahlreichen farbigen Abbildungen
28 € – bestellen

Die Publikation zum Symposium der Daimler Art Collection, 25./26. April 2017.
Erste substanzielle Publikation zum Thema. Acht Essays ausgewiesener Autorinnen und Autoren analysieren den Werkstatus der vielfältigen kuratorischen Gesten Duchamps und zwei renommierte Duchamp-Rechercheinstitutionen stellen sich vor. Mit Beiträgen von Akiko Bernhöf, Eva Fabbris, Elena Filipovic, Gerhard Graulich und Kornelia Röder, Susanne M. I. Kaufmann, Eva Kraus, Katharina Neuburger, Gesine Tosin, Sandro Zanetti und Renate Wiehager.

Marcel Duchamp hat die Ausstellungspraxis zu einem wichtigen Bestandteil seines Werkes gemacht. Kuratorische Gesten und Konzepte, welche die Inszenierung seiner Arbeiten bestimmten und ihm erlaubten, sich von kanonischen Festlegungen des Künstlertypus zu entfernen; fotografische Dokumentationen und Veröffentlichungen seiner New Yorker Ateliers; Themen, Beiträge und Layoutentwürfe für Kunstmagazine; seine Tätigkeit als Berater, Juror und inszenierender Kurator für Ausstellungen im Kontext des amerikanischen Modernismus, Dada und des Surrealismus; der eminente Einfluss auf wichtige Privatsammlungen seiner Zeit – alle denkbaren Aspekte des Kuratierens, Ausstellens und Sammelns haben im Werk von Duchamp eine qualitativ neue künstlerische Dimension gewonnen. Parallel zu Duchamps dezidierter Distanzierung von gegebenen Strukturen künstlerischen Arbeitens näherte er sich so einer heute durchaus gängigen Vorstellung der kuratorischen Praxis als ästhetisches Medium. Er war, so die zugespitzte These des Symposiums und der hier vorliegenden Publikation, einer der ersten ›Künstler-Kuratoren‹ und hat damit die Rezeption seines eigenen Werkes und die kunsthistorischen Entwicklungen der Ausstellungspraxis entscheidend beeinflusst. Den mehrdeutigen Wahrnehmungsweisen und offenen Deutungsperspektiven seines eigenen Werkes hat Duchamp durch Inszenierung, Reproduktion und Multiplikation seiner und der Arbeit anderer eine neue konzeptuelle Richtung gegeben, mit der sich eine Wende für die zeitgenössische Kunst bestimmen lässt. Prinzipien der Ausstellungspraxis wurden nun zu entscheidenden Faktoren der Werkkonstitution.

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Künstler

  • Bethan Huws
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