Minimalism Germany 1960s

12. März — 30. Mai 2010
Daimler Contemporary Berlin

Die Ausstellung zeigt wichtige Tendenzen abstrakter Kunst der 1960er Jahre in Deutschland aus der Daimler Art Collection: Konstruktivismus, Zero, Minimal Art, Konzept und Serialität. Von Vorläufern der 1950er Jahre ausgehend – wie Josef Albers, Norbert Kricke, Herbert Zangs, Siegfried Cremer – reflektiert die Schau abstrakte Kunstentwicklungen in den Städten Frankfurt, Düsseldorf und Krefeld, Stuttgart, Berlin, München und blickt auch auf angrenzende Schweizer Positionen. Vorgestellt werden rund 60 Werke von 25 Künstler/innen aus dem Zeitraum von 1954 bis 1974.

Die Daimler Art Collection hat einen Schwerpunkt im Bereich der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts, von dem Stuttgarter Kreis um Adolf Hölzel von 1910 über Bauhaus, Konstruktivismus, Konkrete Kunst, Minimalismus, konzeptuelle Tendenzen, Neo Geo bis in die jüngste Gegenwartskunst. Auf dieser Basis wurden in den letzten zehn Jahren gezielt Werkgruppen deutscher Künstler/innen erworben, die wegweisende Tendenzen der Abstraktion in den 1950er und 1960er Jahren repräsentieren.

In den 1960er Jahren konnte sich in Deutschland, zunächst weitgehend unabhängig von amerikanischen Entwicklungen der Zeit, ein eigenständiger Minimalismus entwickeln, vielfach angeregt von und in Auseinandersetzung mit den Ausläufern der Konkreten Kunst und der europäischen Zero-Avantgarde, die seit 1957 von Düsseldorf ausgehend mit ungewöhnlich inszenierten Ausstellungen und spektakulären Projekten für den öffentlichen Raum die Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Stelen, Kuben, im Raum liegenden oder vor der Wand stehenden Bildobjekte der Zero-Künstler repräsentierten um 1959/60 für die deutsche Kunst einen qualitativ wichtigen neuen Schritt.

Für den Übergang zu einem spezifisch deutschen Minimalismus war im Weiteren die Düsseldorfer Kunstakademie 1962 bis etwa 1970 von großer Bedeutung. Das Werk von Joseph Beuys als Lehrer an der Akademie bildete für viele seiner Studenten in den 1960er Jahren die Basis der Auseinandersetzung mit einem minimalisierten bildhauerischen Inventar.

In der Klasse von Karl Otto Götz entwickelte der junge Franz Erhard Walther ab 1962 an der Düsseldorfer Akademie seine ersten protominimalistischen Objekte, ihm folgten 1964/65 Imi Knoebel, Imi Giese und Blinky Palermo als Schüler von Beuys. Parallel formulierten Hanne Darboven in Hamburg als Schülerin des Zero-Künstlers Almir Mavignier, Charlotte Posenenske in Offenbach (sie war 1951/52 Schülerin von Willi Baumeister in Stuttgart) und – außerhalb akademischer Zusammenhänge – Peter Roehr in Frankfurt erste Ansätze ihres minimalistischen Werks. 1966 begann Erwin Heerich die Arbeit an seinen Planzeichnungen auf Rasterpapier und an den Kartonplastiken. In Berlin entwickelten Eckhard Schene und Peter Benkert reduzierte plastische Bildobjekte und Skulpturen.

 

Leihgabe: Imi Giese

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