Visions of Exchange

Mercedes-Benz Art Scope Award 2009–2017

bis 4. November 2018
Eröffnung am Samstag, den 2. Juni 2018, 15:00 - 18:00 Uhr
Daimler Contemporary Berlin

Die Ausstellung ›Visions of Exchange‹ präsentiert die letzten elf Stipendiatinnen und Stipendiaten des Artist-in-Residence Programms ›Mercedes-Benz Art Scope‹. Das 1991 durch Mercedes-Benz Japan gegründete Kunst- und Kulturprogramm begann als Förderung japanischer Künstlerinnen und Künstler durch einen Aufenthalt im südwestfranzösischen Monflanquin, unweit der Pyrenäen. Durch die Kooperation mit der Daimler Art Collection, Stuttgart/Berlin, seit 2004 hat sich das Programm neu ausgerichtet und als ein japanisch-deutscher Kulturaustausch etabliert. Ein dreimonatiger Aufenthalt in den Städten Tokio und Berlin ermöglicht es den von der Jury ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern Kenntnisse über die Kultur des Gastlandes zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und aus den gewonnenen Eindrücken künstlerische Projekte und Ideen zu entwickeln. Ausstellungen im Hara Museum of Contemporary Art in Tokio und im Daimler Contemporary in Berlin stellen die Stipendiatinnen und Stipendiaten und somit einen Ausschnitt der zeitgenössischen Kunstszene im jeweiligen Gastland vor.

Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die aus dem Programm hervorgegangen sind, ergänzt um Werke, die einen Einblick in die Werkgenese erlauben. Medial und formal-ästhetisch ganz unterschiedlich reflektieren sie die individuelle Wahrnehmung des zunächst Fremden und die Impulse und Erkenntnisse, die aus den gewonnenen Eindrücken heraus entstehen: In Annäherung an das Neue durch den Blick durch die Kamera; in künstlerischer Aneignung und Transformation gefundener Materialien und Phänomene; werkimmanent, im Rückgriff auf Traditionen der abstrakten Bildsprache.

Eva Berendes (D), Rita Hensen (D), Ryosuke Imamura (J), Taro Izumi (J), Meiro Koizumi (J), Satoshi Ono (J), Benedikt Partenheimer (D), Hiroe Saeki (J), Tokihiro Satō (J), Jan Scharrelmann (D), Menja Stevenson (D)

Kuratorinnen: Renate Wiehager und Wiebke Hahn

Downloads

Termine

  • Sonntag 1. Juli 2018
    -
    Daimler Contemprary Berlin
    Performance: „NippleJesus“ von Nick Hornby
    Nick Hornby, „NippleJesus“
    Inszenierung: Marek S. Bednarsky
    Dramaturgie: Anna Gubiani
    Mit: Gerhard Polacek
    Die Produktion ist eine Kooperation der Württembergische Landesbühne Esslingen mit der Villa Merkel mit Unterstützung durch den Esslinger Kunstverein e.V.

    Anmeldung bitte per E-Mail an nadine.henrich@daimler.com
    Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, entscheidet das Eingangsdatum. Teilnahme kostenlos.

    Dave arbeitet als Museumswärter. Früher war er Türsteher und Rausschmeißer in einem
    Nachtclub. In einer Ausstellung moderner Kunstwerke soll er einen Raum bewachen, in dem der Zutritt erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Denn bei dem Bild „NippleJesus“ handelt es sich um eine Darstellung von Jesus am Kreuz – allerdings collagiert aus weiblichen Brustwarzen. Zunächst ist Dave schockiert und erledigt seinen Auftrag mit größtem Widerwillen. Als er aber die Künstlerin eines Tages persönlich kennen lernt, ändert er seine Einstellung und beginnt, das Kunstwerk vor empörten Angreifern zu schützen – auch seiner Frau gegenüber verteidigt er es. Trotzdem fällt das Werk einem Anschlag zum Opfer. Am Ende muss Dave erkennen, dass er Teil eines inszenierten Prozesses ist.

    Gerhard Polacek ist Wiener, lebt aber seit 1983 in Esslingen. Studium der Theaterwissenschaften an der Uni Wien, er arbeitet seit 1990 als freier Schauspieler am Theater (u.a. Württembergische Landesbühne Esslingen, Zimmertheater Tübingen, Theater „tri-bühne“, Theater Rampe in Stuttgart, Prinzregententheater München), bei Film und Fernsehen (u.a. Polizeiruf 110, Großstadtrevier, Unter Verdacht, Romy, Tatort, Vier Frauen und ein Todesfall, Unter Tannen).

    Der britische Schriftsteller Nick Hornby (*1957) gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Vertretern der Popliteratur. Seine Romane „Fever Pitch“, „High Fidelity“ und „About a Boy“ (Verfilmung 2002) wurden schnell zu Kult-Büchern. Die Kurzgeschichte „NippleJesus“ wurde im Jahr 2000 in der Anthologie „Speaking with the Angel“ veröffentlicht und seither mit großem Erfolg an zahlreichen Theatern aufgeführt.
  • Samstag 7. Juli 2018
    -
    Daimler Contemporary Berlin
    Themenführung: Souvenirs – Künstlerische Spurensuche
    Eva Berendes, Rita Hensen, Hiroe Saeki, Taro Izumi
    Die Kunst wie die Reise sind privilegierte Orte der Fremderfahrung. Beide bringen Unvorhergesehenes mit sich, insofern sie überfordern, die Sinne anregen und anstrengen, vielleicht überanstrengen, aber zugleich Neugier entfachen, die Wahrnehmung und das Denken herausfordern. Während ihrer Stipendienaufenthalte in Tokio bzw. Berlin haben die Künstlerinnen und Künstler aus ihren Eindrücken und Erfahrungen künstlerische Strategien entwickelt, die einen ganz eigenen Blick auf die jeweilige Stadt und ihre Geschichte entwerfen. Neben motivischen Anleihen sollen auch formalästhetische Rückgriffe auf traditionelle Techniken in der Führung fokussiert werden.
  • Samstag 4. August 2018
    -
    Daimler Contemporary Berlin
    Themenführung: Blind Spots – Unsichtbare Erinnerungen
    Meiro Koizumi, Benedikt Partenheimer
    Vor dem Hintergrund historischer Katastrophen reflektierten verschiedene Arbeiten der aktuellen Ausstellung traumatisierte Erinnerungen als Schichtungen und Kompressen von persönlichen und kollektiven Desaster. In seiner theatral-absurden Videoarbeit Defect in Vision erarbeitet Koizumi eine komplexe Ästhetik des Unverfugten der Geschichte und entwirft eine mehrdeutige Vision der Vergangenheit. Vor der Folie der Nuklearkatastrophe von Fukushima, die Partenheimers Aufenthalt prägte, kann in seinen surrealen Fotografien nicht nur eine Kritik am Konsumverhalten, sondern auch an der Energiepolitik freigelegt werden.
  • Donnerstag 30. August 2018
    -
    Daimler Contemporary Berlin
    Vortrag über zeitgenössiche japanische Videokunst und Film Screening mit Ryosuke Imamura, Taro Izumi und Meiro Koizumi
    Wir beginnen mit einer Einführung in die zeitgenössische japanische Videokunst. Im Anschluss werden die drei, in unserer aktuellen Ausstellung gezeigten Videoinstallationen von Ryosuke Imamura, Taro Izumi und Meiro Koizumi vorgestellt. Das Augenmerk liegt auf inhaltlichen und formalen Bezüge zu filmischen Vorbildern. Diskutiert werden die Thematisierung von historischen, politischen und ästhetischen Aspekten. Alle Filme werden in voller Länge zu sehen sein.

    Friederike Horstmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am filmwissenschaftlichen Seminar der Freien Universität Berlin. Ihre Texte zu Kino und Kunst erscheinen u.a. in der Kinokolumne des Perlentauchers und in der Zeitschrift Cargo Film/Medien/Kultur. Für die Daimler Art Collection ist sie seit mehreren Jahren als freie Mitarbeiterin tätig.

    Teilnahme kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Samstag 1. September 2018
    -
    Daimler Contemporary Berlin
    Themenführung: Sinfonien der Großstädte – Urbane Landschaften
    Taro Izumi, Tokihiro Satō, Jan Scharrelmann, Menja Stevenson
    Ausgangspunkt vieler in der aktuellen Ausstellung gezeigter Arbeiten sind Beobachtungen und Erfahrungen, die sich mit dem urbanen Raum Tokios bzw. Berlins auseinandersetzen und ihn in einprägsamen Bildern verdichten. Durch ein erneutes Fotografieren einzelner Schauplätze in Tokio 25 Jahre später gelingt Satō eine präzise Studie der Vergänglichkeit, welche die städtebaulichen Veränderungen der Metropole in Form von Diptychen kontrastiert. Aus dem Prozess der Stadterkundung hat Izumi eine künstlerische Arbeit entwickelt, die durch ihre Lenkungen und Fügungen von Blicken und Klängen, von realen Schauplätzen und topografischer Karte, Brücken und Brüche zwischen Fiktion und Realität entstehen lässt. Jan Scharrelmann beschäftigt sich mit der Schnittstelle Innen/Außen. Das plastische Werk des Bildhauers entwickelt sich häufig aus Kontrasten, Ambivalenzen und Widersprüchen heraus. Dies betrifft die Materialien und Formentscheidungen, wie auch das Verhältnis zum umgebenden Raum und mögliche Lesarten für die Betrachtenden. Die Fensterarbeit von Menja Stevenson überlagert Eindrücke aus Tokio mit Aufnahmen ihrer Heimatstadt Stuttgart und der Umgebung des Haus Huth und verhandelt so künstlerisch multiple Blickbeziehungen.
  • Samstag 6. Oktober 2018
    -
    Daimler Contemporary Berlin
    Themenführung: Blind Spots – Unsichtbare Erinnerungen
    Meiro Koizumi, Benedikt Partenheimer
    Vor dem Hintergrund historischer Katastrophen reflektierten verschiedene Arbeiten der aktuellen Ausstellung traumatisierte Erinnerungen als Schichtungen und Kompressen von persönlichen und kollektiven Desaster. In seiner theatral-absurden Videoarbeit Defect in Vision arbeitet Koizumi eine komplexe Ästhetik des Unverfugten der Geschichte und entwirft eine mehrdeutige Vision der Vergangenheit. Vor der Folie der Nuklearkatastrophe von Fukushima, die Partenheimers Aufenthalt prägte, kann in seinen surrealen Fotografien nicht nur eine Kritik am Konsumverhalten, sondern auch an der Energiepolitik freigelegt werden.
  • Samstag 3. November 2018
    -
    Daimler Contemporary Berlin
    Themenführung: Souvenirs – Künstlerische Spurensuche
    Eva Berendes, Rita Hensen, Hiroe Saeki, Taro Izumi
    Die Kunst wie die Reise sind privilegierte Orte der Fremderfahrung. Beide bringen Unvorhergesehenes mit sich, insofern sie überfordern, die Sinne anregen und anstrengen, vielleicht überanstrengen, aber zugleich Neugier entfachen, die Wahrnehmung und das Denken herausfordern. Während ihrer Stipendienaufenthalte in Tokio bzw. Berlin haben die Künstlerinnen und Künstler aus ihren Eindrücken und Erfahrungen künstlerische Strategien entwickelt, die einen ganz eigenen Blick auf die jeweilige Stadt und ihre Geschichte entwerfen. Neben motivischen Anleihen sollen auch formal-ästhetische Rückgriffe auf traditionelle Techniken in der Führung fokussiert werden.

Publikationen

Ausstellungen

schließen

Warenkorb

Versand und Abwicklung erfolgt über die Bücherbogen am Savignyplatz GmbH in Berlin. Für Fragen zu Bestellungen wenden Sie sich bitte direkt an info@buecherbogen.com Handling and Shipping is done by theBücherbogen am Savignyplatz GmbH in Berlin. For questions regarding your order please contact info@buecherbogen.com directly.
bezahlen*
* Bestellungen aus der EU sind bei PayPal auch ohne Anmeldung möglich. Sie können dann auch bequem per Bankeinzug oder mit Ihrer Kreditkarte zahlen. Für diese Option klicken Sie bitte auf PayPal und wählen anschließend die Bezahlung "Mit Lastschrift oder Kreditkarte" aus. Buyers from within the EU can use PayPal even without having a PayPal account. Via Paypal you can also check out with direct debit or with your credit card. For this option please click on "Check out with PayPal" and make use of the "Payment by Direct Debit or Credit Card".