Conceptual and Applied III

Surfaces and Pattern

4. April — 2. November 2014
Daimler Contemporary Berlin

Die Daimler Art Collection hat in den vergangenen zehn Jahren einen Schwerpunkt entwickelt im Bereich konstruktiver, konzeptueller und minimalistischer Tendenzen von den 1920er Jahren bis heute. Ein besonderes Interesse galt in diesem Kontext Künstler/innen, die im Grenzbereich freier und angewandter Disziplinen gearbeitet haben. Minimalism and Applied I (2007) stellte bildende Künstler/innen vor, die im Übergang zu Architektur, Produkt- und Grafikdesign arbeiten. Demgegenüber fokussierte Teil II der Reihe (2010) auf einen Dialog herausragender früher Vertreter aus Architektur und Möbeldesign mit internationaler Gegenwartskunst. Der Schwerpunkt des dritten Teils liegt bei Künstler/innen, Designer/innen und Architekt/innen der 1950er bis 1970er Jahre sowie zeitgenössischen künstlerischen Konzepten im Grenzbereich Kunst/Design mit einem Fokus auf Oberflächen, Materialien und Mustern.   Leihgaben: Eero Aarnio (FIN), John M Armleder (CH), Lina Bo Bardi (I), Egon Eiermann (D), Angelo Mangiarotti (I), Mathieu Matégot (HU), Jasper Morrison (GB), George Nelson (USA), Henrik Olesen (DK), Gio Ponti (I), Tapio Wirkkala (FIN)

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Künstler

Termine

  • Samstag 7. Juni 2014
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    Führung durch die Ausstellung - Surfaces and Pattern
    Surfaces and Pattern
    Efrat, Hefuna, LeWitt, Philipp, Plumi, Tedeschi, Trevisani, Wirkkala

    Risse, Spuren, Bruchstellen an den Oberflächen als Abweichungen von der Normierung reproduzierbarer Massenproduktion sowie haptisch und visuell variierende Materialien zum einen, seriell wiederholte Modulformen zum anderen, die als abstrakte repetierbare Elemente jenseits repräsentierender Figuration variable ›Geschichten erzählen‹, sind Subthema der bildende und angewandte künstlerische Ansätze verbindenden Ausstellung ›Conceptual & Applied III‹. Einzelstücke werden anhand individueller und traditioneller Handarbeit in ihrer Exklusivität, Originalität und ›Geschichtlichkeit‹ einmalig und dadurch als sogenannte ›One of a kind‹-Stücke vom Markt aufgewertet. Die Serialität industrieller Herstellungsmethoden erfährt hier als kommerzielles, strukturelles und künstlerisches Prinzip eine Veränderung und neue Bedeutung.
  • Samstag 28. Juni 2014
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    Führung durch die Ausstellung - Kultivierung der Natur und Naturalisierung der Kultur
    Kultivierung der Natur und Naturalisierung der Kultur
    Aarnio, Bo Bardi, Hefuna, Mangiarotti, Matégot, Olesen, Ponti, Sarčević, Wirkkala

    Einige der in der Ausstellung gezeigten Objekte weisen ein organisches Formenvokabular auf, andere wirken eher technoid. Strukturprinzipien aus der Natur werden von Künstlern, Designern und Architekten übernommen und in kultivierte und kultivierende Inneneinrichtung sowie Gebäudestrukturen überführt, welche schließlich, im Umkehrschluss, wieder 'natürlich' anmuten. Die bei vielen der ausgestellten Werke zu beobachtende materielle und konzeptuelle Wechselwirkung zwischen Kultivierung der Natur bzw. Naturalisierung von Kultur offenbart Mechanismen gesellschaftlicher Konstruktionsprozesse und stellt dichotomische Einteilungen in Natur vs. Kultur bei der Wahrnehmung und Gestaltung unserer Lebensrealität zur Diskussion, exponiert aber auch die eigene ›Realität des Materials‹.
  • Samstag 19. Juli 2014
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    Führung durch die Ausstellung - Historische Imaginationsräume
    Historische Imaginationsräume
    Armleder, Czech, Epaminonda, Hefuna, Issa, Olesen, Plumi, Šarčević, Schmidt

    In vielen Arbeiten der Ausstellung werden alltägliche Fundstücke gesammelt und durch künstlerisch-ästhetische Verfahren ihrem gewöhnlichen Gebrauchswert entrückt. Die in der Führung thematisierten Werke bewegen sich zwischen poetischen Konzeptfotografien (Czech), installativen Erinnerungsräumen (Epaminonda), fotografischen Geschichtsbildern (Šarčević) und skulpturalen Artikulationen für Moment der Erinnerung (Issa). Alle Arbeiten ermöglichen einen kaleidoskopartigen Blick, der anstelle von festen Strukturen Bedeutungsvielfalt bietet.
  • Donnerstag 31. Juli 2014
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    Künstlergespräch mit Georg Winter und Tula Plumi
    Bei dieser Abendveranstaltung wird die Kuratorin der Ausstellung Dr. Renate Wiehager mit den Künstlern Georg Winter und Tula Plumi über Ästhetik und Praxis ihrer künstlerischen Konzepte diskutieren. Das Gespräch findet in Deutsch und Englisch statt.

    Aspekte von Teamwork, politisch-kulturellem Engagement, Performance und grenzüberschreitender Aktion sind zentral für das Werk von Georg Winter, der mit seiner Installation „Psychotektonische Prozesse: Black Out“ in unserer Ausstellung vertreten ist. Die Besucher/innen können mittels eines Schutzhelmes für Kampfübungen, eines Übungsschwertes und einem Schlagpolster aktive Formen der Reizreduktion erproben. Kissen, Keile für die bequeme Fußablage und Literatur laden die Gäste zu einem Moment der Entspannung ein.

    Tula Plumi greift in ihrer „Lines and circles series“ auf die Formensprache des Bauhauses zurück. Im Besonderen thematisiert die Künstlerin jene Materialübungen, die wesentlicher Bestandteil des Bauhaus- Vorkurses waren. Dabei stehen der experimentelle Umgang mit dem Material und dessen optische Erscheinung im Vordergrund. Plumis plastische Arbeiten und Reliefs oszillieren zwischen Farbe, Fläche und realem Raum, zwischen Malerei und Objekt.
  • Samstag 9. August 2014
    -
    Führung durch die Ausstellung - Radikante Strategien
    Radikante Strategien
    Armleder, Czech, Epaminonda, Hefuna, Olesen, Šarčević

    Mit dem aus der Botanik entlehnt Begriff ›Radikant‹ versuchte der französische Kunsttheoretiker Nicolas Bourriaud die zeitgenössische Kunst zu analysieren. Anders als Radikale passen sich radikante Pflanzen analog zur ihrer Entwurzelung und Neuverwurzelung der veränderten Topografie an. Weit davon entfernt, irgendeiner vorbestimmten formalen Identität zugeordnet werden zu können, entfaltet sie sich in einer Dynamik des Umherschweifens. Die Führung sucht radikante Strategien im künstlerischen Schaffen nachzuzeichnen.
  • Samstag 30. August 2014
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    Führung durch die Ausstellung - Translationen und Transformationen
    Translationen und Transformationen
    Armleder, Czech, Epaminonda, Issa, Olesen, Plumi, Šarčević, Schmidt

    Der französische Kurator und Kunsttheoretiker Nicolas Bourriaud analysierte mit dem Begriff der ›postproduction‹ Strategien und Produktionsmethoden heutiger KünstlerInnen, die die Kunstgeschichte wie einen Werkzeugkasten benutzen und bereits existierende Werke oder tradierte Formen in ihre eigene Arbeit inkorporieren, um so kulturelle Standards zu transformieren und zu interpretieren. Die Führung sucht weitläufige Wechselbezüge zu jeweiligen Vorlagen und Vorbildern nachzuzeichnen.
  • Samstag 20. September 2014
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    Führung durch die Ausstellung - Komplexe Kombinatorik
    Komplexe Kombinatorik
    Armleder, Czech, Epaminonda, Issa, Olesen, Plumi, Šarčević, Schmidt

    Mit Hintersinn, Witz und intelligenter Überarbeitung werden Phänomene aus politischen, poetischen und kunsthistorischen Kontexten von KünstlerInnen adaptiert. Durch Kombinieren unterschiedlicher Materialien und Motive werden nicht nur neue ästhetische Formulierungen erprobt, sondern auch festgelegte Bedeutungen oder Beziehungen in Frage gestellt. Die Führung beschäftigt sich mit den Übergängen und Konfrontationen, dem Neben- und Ineinander verschiedener Phänomene und den damit einhergehenden Mehrsinnigkeiten.
  • Samstag 27. September 2014
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    Bruno Munari-Kinderworkshop
    Bruno Munari, 1907 in Mailand geboren, war ein italienischer Designer, Grafiker, Poet und Künstler, Erfinder animativer Kinderbücher, Produzent transgressiver Ideen. Seine künstlerische Praxis verbindet analytische Spontanität und Intelligenz, Sprachwitz und Begriffsskepsis, Einmaligkeit und Vielseitigkeit, gewählte Vereinfachung und gekonnte Raffinesse, Ironie und Ernst.

    Unsere 3-stündigen Workshops für 6- bis 10-jährige Kinder sind inspiriert von seinen Einfällen, Eingriffen und Umnutzungen. An insgesamt drei Wochenenden im September und Oktober, parallel zur laufenden Ausstellung ›Conceptual & Applied III. Surfaces and Pattern‹, werden wir gemeinsam im Daimler Contemporary die Luft sichtbar machen, visuelle Experimente durchführen, Augenalphabete entwickeln, verborgene Zusammenhänge in Naturstrukturen erforschen und Familienähnlichkeiten über Disziplingrenzen hinweg entdecken.

    Um Anmeldung bitten wir bis spätestens 26. September unter art.collection@daimler.com. Die Zahl der Teilnehmenden beträgt ca. 10 Kinder. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
  • Samstag 11. Oktober 2014
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    Führung durch die Ausstellung - Partizipatorische Ansätze
    Partizipatorische Ansätze
    Czech, Epaminonda, Philipp, Winter

    Viele KünstlerInnen arbeiten an einer Befragung und Erweiterung der Kategorien von Produktion, Kommunikation, Interaktion und Rezeption im Grenzbereich zwischen Forschung, Wissenschaft und Kunst. Für das Daimler Contemporary entwickelte Georg Winter einen Handlungsraum, der Partizipation am künstlerischen Prozess zu instruieren und initiieren zu vermag. Helga Philipp forderte partizipatorische Betrachtung ihrer Arbeiten.
  • Sonntag 12. Oktober 2014
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    Bruno Munari-Kinderworkshop
    Bruno Munari, 1907 in Mailand geboren, war ein italienischer Designer, Grafiker, Poet und Künstler, Erfinder animativer Kinderbücher, Produzent transgressiver Ideen. Seine künstlerische Praxis verbindet analytische Spontanität und Intelligenz, Sprachwitz und Begriffsskepsis, Einmaligkeit und Vielseitigkeit, gewählte Vereinfachung und gekonnte Raffinesse, Ironie und Ernst.

    Unsere 3-stündigen Workshops für 6- bis 10-jährige Kinder sind inspiriert von seinen Einfällen, Eingriffen und Umnutzungen. An insgesamt drei Wochenenden im September und Oktober, parallel zur laufenden Ausstellung ›Conceptual & Applied III. Surfaces and Pattern‹, werden wir gemeinsam im Daimler Contemporary die Luft sichtbar machen, visuelle Experimente durchführen, Augenalphabete entwickeln, verborgene Zusammenhänge in Naturstrukturen erforschen und Familienähnlichkeiten über Disziplingrenzen hinweg entdecken.

    Um Anmeldung bitten wir bis spätestens 10. Oktober unter art.collection@daimler.com. Die Zahl der Teilnehmenden beträgt ca. 10 Kinder. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
  • Mittwoch 22. Oktober 2014
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    Künstlergespräch mit Oskar Schmidt und Carmelo Tedeschi
    Das Künstlergespräch mit den beiden aufstrebenden Künstlern Oskar Schmidt und Carmelo Tedeschi wird moderiert von der Leiterin der Daimler Art Collection, Dr. Renate Wiehager. Dabei wird sie sich mit den Künstlern über ihre Ideen, Konzepte und Entwicklungen unterhalten. Begleitet wird das Gespräch in deutscher und englischer Sprache von der Buchpräsentation der neuen Publikationen Schmidts (erschienen im Distanz Verlag) und Tedeschis.

    Das Daimler Contemporary zeigt Oskar Schmidts Fotoreihe „The American Series“, in welcher er sich intensiv mit Komposition und Atmosphäre von Ikonen der Fotogeschichte auseinandersetzt und diese mit aufwendig inszenierten Arrangements fotografisch neu interpretiert. Ausgangspunkt der aktuellen Fotoserien von Schmidt sind historische Schwarzweißfotos von Walker Evans aus dem Jahr 1936, welche die sozialen Auswirkungen der wirtschaftlichen Depression in den amerikanischen Südstaaten dokumentierten. Die künstlerischen Anfänge des Italieners Carmelo Tedeschi sind eng mit Theater, Design und Kunsthandwerk verbunden. Teil seiner künstlerischen Praxis heute sind von ihm initiierte Workshops für junge Kunsthandwerker in Fez, Marokko. Im Gespräch wird Tedeschis Position zwischen tradiertem Handwerk und zeitgenössischem Design, zwischen Kunst und kulturellem Engagement, Teamwork und Einzelentwurf thematisiert werden. Die handgearbeiteten Lederobjekte in unserer Ausstellung können als Armbänder getragen und gleichzeitig als freie Skulpturen betrachtet werden.
  • Sonntag 26. Oktober 2014
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    Bruno Munari-Kinderworkshop
    Bruno Munari, 1907 in Mailand geboren, war ein italienischer Designer, Grafiker, Poet und Künstler, Erfinder animativer Kinderbücher, Produzent transgressiver Ideen. Seine künstlerische Praxis verbindet analytische Spontanität und Intelligenz, Sprachwitz und Begriffsskepsis, Einmaligkeit und Vielseitigkeit, gewählte Vereinfachung und gekonnte Raffinesse, Ironie und Ernst.

    Unsere 3-stündigen Workshops für 6- bis 10-jährige Kinder sind inspiriert von seinen Einfällen, Eingriffen und Umnutzungen. An insgesamt drei Wochenenden im September und Oktober, parallel zur laufenden Ausstellung ›Conceptual & Applied III. Surfaces and Pattern‹, werden wir gemeinsam im Daimler Contemporary die Luft sichtbar machen, visuelle Experimente durchführen, Augenalphabete entwickeln, verborgene Zusammenhänge in Naturstrukturen erforschen und Familienähnlichkeiten über Disziplingrenzen hinweg entdecken.

    Um Anmeldung bitten wir bis spätestens 24. Oktober unter art.collection@daimler.com. Die Zahl der Teilnehmenden beträgt ca. 10 Kinder. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
  • Samstag 1. November 2014
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    Führung durch die Ausstellung - Konzeptuelle Strategien der Appropriation
    Konzeptuelle Strategien der Appropriation
    Armleder, Olesen, Plumi, Šarčević

    In Anlehnungen an unterschiedliche Bewegungen der Moderne nehmen KünstlerInnen immer wieder Bezug auf deren zentrale Ideen und plädieren dabei für das Prinzip, Bilder und Gegenstände innerhalb und außerhalb des Kunstkontextes als frei verfügbares Material zu nutzen, um Ideale und Behauptungen der Kunst des 20. Jahrhunderts einer kritischen Revision zu unterziehen. Heute ist mit den konzeptuellen Strategien der Appropriation, Manipulation oder kontextuellen Verschiebungen vor allem ein kritischer Umgang mit den klassischen Vorstellungen von Originalität und künstlerischer Intention erreicht.
  • Sonntag 2. November 2014
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    Finissage mit Luca Trevisani
    In Luca Trevisanis Künstlerfilm "Glaucocamaleo" synthetisiert sich die Kamera mit den Aggregatzuständen des Wassers – im Bild der Elemente diskutiert Trevisani die Kunst als einen offenen geistigen Raum von Metamorphosen, Wandlungen, Grenzüberschreitungen, Übersetzungen und Analogien. Dunst, Wasserdampf, Wolken, Regen, Eis, Kristalle werden szenographisch inszeniert, die Kamera schweift über Flussläufe und durch Gletscherhöhlen, gleitet über Meereshorizonte und versinkt in perlendem Schaum. Nach der Filmpräsentation im Kino Arsenal wird zur Diskussion ins Haus Huth eingeladen, wo die neue Publikation der Daimler Art Collection, die erste umfassende Monographie Trevisanis, präsentiert wird.

    16 Uhr - Filmvorführung im Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin, Kino 2 – Eintritt frei

    18 Uhr - Künstlergespräch und Buchpräsentation im Daimler Contemporary

Ausstellungen

    Daimler Contemporary Berlin

    Minimalism and Applied II

    Dialoge zeitgenössischer Künstler/innen mit Aspekten aus Design und Architektur des 20. Jahrhunderts
    29. Oktober 2010 — 27. März 2011
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